Wach sein - um zu überleben?
- 8. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Jan.
Gerade habe ich etwas geschrieben, einen Flyertext, den ich dann doch nicht verwendet habe. Zu reißerisch, zu sehr mainstream „Zurück zur Natur“. Und trotzdem lassen sie mich nicht los, diese Zeilen. Weil sie doch stimmen. Oder nicht?
Mach dich mit uns auf den Weg und hol die Lebewesen, die um dich herum leben und die natürlichen Abläufe, in die wir alle auf dieser Erde eingebettet sind wieder dorthin, wo sie hingehören. Nämlich mitten in dein Leben.
Sehr schön wäre das, denkst du - aber mit der modernen Lebensrealität lässt sich das nicht vereinen. Vielleicht doch, glauben wir. Weil es nämlich nicht darum geht, was du draußen tust (in einer einsamen Waldhütte wohnen und Elche mit Pfeil und Bogen erlegen), sondern darum, wie du draußen bist und wie du mit dem Leben um dich herum in Verbindung stehst.
So wie die Jäger und Sammler vor Jahrtausenden mit der Natur in Verbindung waren, können auch wir in Verbindung sein mit ihr - auch wenn das was wir tun ein Anderes ist.
Ist das so? Ich denke weiter... Früher wurde von Generation zu Generation weitergegeben, wie wir Menschen mit der Natur in Verbindung gehen müssen, damit wir überleben. Kinder lernten von ihren Eltern den Vögeln zu lauschen, Tierspuren zu lesen, das Wetter vorherzusagen. Könnte es sein, dass es auch heute, für uns hier, noch ums Überleben geht, wenn wir hinausgehen und versuchen ganz wach da zu sein und hinzuhören?
Ein indirektes Survival Szenario also? Auf anderer Ebene, aber deshalb nicht weniger real. Beim Eisessen am See für ein paar Sekunden ganz da sein mit dem Schwan und versuchen, zu verstehen. Ist das ein Akt, um zu überleben?



